Geschichte der Kiefer-Kate

Die erste Kiefer-Kate wurde am 2.10.1982 in Sossmar von Henning Meissner eröffnet.
der Name ergab sich aus dem Umstand, dass nur Kiefer-Massiv-Möbel in einer Kate, einem alten niedersächsischen Bauernhaus, auf 200 qm angeboten wurde.
Das Sortiment wurde durch natürliche, handwerkliche Dinge ergänzt – eine solche Zusammenstellung in einem Möbelgeschäft war bis dato nicht bekannt und wurde aus dem Stand von den Kunden gut angenommen.
Wesentliche Sortimentsbausteine wurden in den skandinavischen Ländern Dänemark, Schweden und Norwegen hergestellt und eingekauft.
Die Hersteller waren mittelständische Unternehmen, mit wenigen Mitarbeitern, so dass auf die Produktentwicklung von Seiten der Kiefer-Kate viel Einfluß genommen werden konnte.

 

Ein Glücksfall brachte Henning Meissner mit Fritz Steltemeier zusammen, der zu diesem Zeitpunkt die Prospektschiene „KOMM PACKT“ vermarktete, in welche er seine Kiefer-Kate Massivmöbek-Idee mit einbrachte. Aus „KOMM PACKT“ wurde alsbald „INNATURA“ – eine Prospekttschiene, welche ausschließlich Massivholzmöbel und Einrichtungsbedarf in ihren
Publikationen zeigte. Die Auflage der Prospekte wurde von mehr als 80 Kollegen verteilt über die gesamte Bundesrepublik vermarktet.

Der Umsatz und der Bekanntheitsgrad der Kiefer-Kate entwickelte sich derart positiv, dass der Ort Sossmar an Wochenenden regelrecht zugeparkt wurde und die inzwischen 1.200qm Verkaufsfläche und 2.000qm Lagerfläche täglich zwischen 200 bis 1.500 kaufende Kunden vorzuweisen hatte.
Der immense Andrang war für die kleine Ortschaft Sossmar auf Dauer nicht tragbar und es wurden neue Standorte für ein weitere Verkaufshäuser gesucht und gefunden.

 

In Gelsenkirchen entstand 1995 unter der Leitung von Brigitte Lindenthal, geb. Meissner ein neues Möbelhaus und zur Entlastung von Sossmar wurde 1996 in Baddeckenstedt in einer alten Hauptgenossenschaft und dem angrenzenden ehemaligen Bahnhofsgebäude eine dritte Kiefer-Kate eröffnet.

 

In der Kiefer-Kate Sossmar wurden die ersten gelaugten Kiefermöbel in Deutschland gezeigt und verkauft. Der Kolonialstil hatte hier seine Wiege und auch Rückkehr der massiven Eiche und Buche war hier zu finden. Inzwischen wurden die Möbel weltweit eingekauft – aber nur massiv und preiswert.
Die Kiefer-Kate und INNATURA waren Trendsetter für Deutschlands Massivholzmöbel.

Der Erfolg der Kiefer-Kate weckte die Neugier in der Branche und sehr viele Möbelhändler kamen, um sich diese zu derzeit einmaligen Geschäfte anzuschauen und Ideen mitzunehmen. Es war die Zeit, zu der auch andere Möbelhäuser begannen, Kiefermassiv -Abteilungen aufbauten und überhaupt bereit waren, Verkaufsflächen für
Randsortimente freizumachen. Überall wurden Möbelhäuser plötzlich in den Kojen dekoriert.
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Die Entwicklung des Verbundes wurde gesteuert von Fritz Steltemeier und Henning Meissner mit seiner Frau Anke, die für die Sortimentspflege zuständig waren.
Diese Verbindung hielt bis in Jahr 2000, dann machten sich Henning und Anke Meissner mit einer eigenen Prospektschiene „TRENDSHOPPER“ selbständig, welche sie im Jahr 2005 in den „Einkaufsverband Einrichtungsbedarf“ einbrachten und dort die Massivschiene WOODS & TRENDS mit aufbauten.

Gesundheitliche Probleme von Henning Meissner zeichneten sich ab und er musste kürzer treten. Da sich sein Zustand nicht verbesserte, wurde eine -leider erfolglose- Nachfolgeregelung angestrebt. So wurde das Unternehmen zum 31.12.2009, sehr zum Bedauern des großes Kundenkreises, geschlossen.
Meissners haben in ihrer Patchwork-Family 5 Kinder und das 13 Enkelkind ist unterwegs.
Fleiß, Glück, eine gute Hand und sehr gute Mitarbeiter haben dafür gesorgt, dass sich die Kiefer-Kate einen sehr guten Namen gemacht hat, der bis heute immer noch einen guten Klang hat und sicher nicht so schnell vergessen wird.